Den Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Region stärken

Yvonne erwähnte in ihrer Studie, dass “ bis zu 70 Prozent der Befragten angegeben haben, der Beitrag von Institutionen wie den Kommunen, Städten und der Wirtschaft sei zu gering“. Das ist schon eine Hausnummer, oder?

Das zeigt zwei Dinge sehr deutlich:

  1. Das Kommunen und Wirtschaft mehr im Bereich Nachhaltigkeit machen sollten und
  2. Das vieles auch nicht bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Denn gerade in den letzten Jahren wurde in vielen Kommunen schon sehr viel getan.
  3. Und nicht zuletzt darf man nicht vergessen, dass gerade die Regionalentwicklung und -planung ja per se auf nachhaltiges Handeln ausgerichtet ist. Ein Regionalplan der für 10 Jahre geplant wird, muss immer auch alle Themen der Nachhaltigkeit mitbehandeln: Wie sieht es in der Umgebung mit Einkaufsmöglichkeiten aus? Gibt es genügend Naturräume, Landschaftsentwicklung, Parks o.ä.? Wie sieht die demografische Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten aus? Und so weiter…

Wie schafft man es also, dass die Menschen in der Rhein-Neckar Region sich mit in den Nachhaltigkeitsprozessen engagieren können und so ein besseres Verständnis in der Arbeit von Region und Kommune erhalten?

Neben guter Öffentlichkeitsarbeit, die wir als Verband Region Rhein-Neckar versuchen in allen sozialen Netzwerken und in der regionalen Presse zu leisten, gibt es seit Mitte 2020 ein Projekt, das genau diese Problemstellung behandelt.

Das Open Government Lab Rhein-Neckar beschäftigt sich mit Transparenz, Co-Kreativität, Partizipation – kurz – mit der Zusammenarbeit von Region/Kommune und Bürger:in. Aus diesem Projektgedanken heraus entstand letztes Jahr auch die Umfrage zur Nachhaltigkeit in der Metropolregion Rhein-Neckar und die Online-Beteiligung Nachhaltig im Dialog Anfang diesen Jahres. Hierbei wird das Wissen und die Kreativität jedes Interessierten genutzt und gemeinsam an einem Thema gearbeitet. In unserem Fall versuchen wir hier, das Thema Nachhaltigkeit in der Regionalentwicklung voranzutreiben. Mit Erfolg: Die ersten Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung sind bereits online einsehbar unter: www.rhein-neckar.nachhaltig-im-dialog.de/

Unter anderem wurde gefragt, welche sinnvollen Indikatoren man für die Messung der Nachhaltigkeitsziele verwenden kann. Am besten gefallen haben mir die „Anzahl begrünten Dächer in der Region“ oder die „Anzahl der Teilnehmer:innen von Nachhaltigkeits-Aktionen wie Müll-Sammel-Aktionen“.

Was sind eure Lieblingsindikatoren?

Bild: Unsplash / Artem Beliaikin

Laura Hammer

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