Wir wollen uns unterhalten…

An dieser Stelle erscheint der neue Blog der Metropolregion Rhein-Neckar zum Thema Nachhaltigkeit. Die Metropolregion Rhein-Neckar ist mit dem Projekt „Nachhaltigkeit in der Regional- und Stadtentwicklung“ Teil des bundesweiten Netzwerkes „Regionale Open Government Labore“. Mit den »Open Government Laboren« soll die regionale Entwicklung durch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Kommunalverwaltung positiv beeinflusst werden. Hierfür entwickelte Projekte sollen bis Ende 2022 umgesetzt werden.
Im Zentrum des Projekts der Metropolregion Rhein-Neckar stehen die auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit den Sustainable Development Goals (kurz SDGs) beschlos­senen Ziele. In dem Zusammenhang wurde mit Hilfe einer Online-Befragung innerhalb der Metropolregion im Zeitraum September/Oktober 2020 ein Meinungsbild zu den Nachhaltigkeitsthemen erstellt.
Am Tag der Nachhaltigkeit der Metropolregion Rhein-Neckar am 28. November wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.
Neben weiteren Formaten ist dieser Blog als niederschwelliges Angebot an die Bevölkerung in der Metropolregion Rhein-Neckar gerichtet, um mit ihr transparent im Dialog und ständigen Austausch zum Thema Nachhaltigkeit zu stehen.

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist in letzter Zeit immer öfter zu hören und nicht zuletzt durch die Fridays-for-Future-Bewegung in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dabei handelt es sich durchaus nicht um einen neuen „Trend“. Als Schöpfer des Begriffs „Nachhaltigkeit“ gilt Carl von Carlowitz, der bereits vor 300 Jahren als Oberberghauptmann forderte, „respektvoll“ und „pfleglich“ mit der Natur und ihren Rohstoffen umzugehen und nicht mehr Bäume zu fällen, als gleichzeitig wieder aufgeforstet werden konnten. Nachfolgenden Generationen sollte damit ebenfalls eine Lebensgrundlage hinterlassen werden. Dieses Handeln kann auf alle Ressourcen der Erde übertragen werden.

In unserem heutigen Verständnis wird der Nachhaltigkeitsbegriff aber noch viel weiter gefasst. Es geht nicht mehr nur um den sparsamen Umgang von Holz, Wasser oder Bodenschätzen. Es geht auch um eine saubere Umwelt, die Beseitigung von Armut, Gleichberechtigung, Bildungsgerechtigkeit, menschenwürdige Arbeit und vieles Mehr. Allgemein anerkannt gilt als nachhaltige Entwicklung, wenn sie den Bedürfnissen der heutigen Generation gerecht wird, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu beeinträchtigen, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
Im Jahr 2015 hat die Weltgemeinschaft die sog. AGENDA 2030 verabschiedet. Diese Agenda ist ein Fahrplan für die Zukunft. Mit ihr soll ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen ermöglicht und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaften bewahrt werden. Dies umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Diese Agenda gilt gleichermaßen für Industrie-, Schwellen und Entwicklungsländer. Alle stehen also in der Verantwortung, nachhaltige Entwicklung durch den grundlegenden Umbau von Strukturen, Prozessen sowie Denk- und Verhaltensweisen in den nächsten Jahren entscheidend voranzubringen.
Das Kernstück der Agenda bildet ein Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Diese 17 SDGs richten sich an alle: die Regierungen weltweit, aber auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.

Yvonne Praehauser

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